Agrar-Lebensmittelpark San Daniele
Eine Landkarte von Friaul-Julisch Venetien. Zieht man mit der Spitze eines Zirkels im Ort San Daniele einen Kreis, dann liegen die Gemeinden Ragogna, Fagagna, Rive d’Arcano, Coseano und Dignano genau darin. Der Agrar-Lebensmittelpark San Daniele (Agentur für Entwicklung des Gewerbegebietes ASDI) befindet sich genau hier, in der Provinz Udine, im Herzen von Friaul; 168 km2 groß, mit zirka 25.000 Einwohnern. Zum Gebiet gehören auch die schönsten Hügel des gesamten Moränenbogens der Region, zahlreiche Gebirgsbäche, Kanäle und eines der letzten eiszeitlichen Becken mit dem Ragogna See. Eine Besonderheit sind auch der gleichnamige Berg, der sich über dem Gebiet von San Daniele erhebt und die Ebene, die sich von Rodeano Basso in Richtung Coseano erstreckt. Die Agentur Asdi hat auf ihrem Banner drei bedeutungsvolle Wörter stehen: Agrar- Lebensmittelpark und San Daniele. Der Begriff Park steht für Integrität und nachhaltigen Umweltschutz; Agrar- und Lebensmittel steht für die gesamte Produktionskette als Bindeglied zwischen Welt der Landwirtschaft und Welt des Nahrungsmittelsektors. San Daniele schließlich, ist eine weltweit anerkannte Handelsmarke. Das Gebiet des Parks kann auf eine jahrhundertlange Geschichte zurückblicken, reich an Kultur und volkstümlichen Traditionen. Davon zeugen die zahlreichen Schlösser, alten Kirchen, antiken Villen oder aber auch Ausgrabungen aus der Römerzeit und wertvolle Handschriften. Die beiden Weltkriege des vergangenen Jahrhunderts haben dieses Gebiet besonders stark in Mitleidenschaft gezogen, und so kam es auch zu einer massiven Abwanderung und zu Not und Elend der Bevölkerung. Das Erdbeben 1976 hat dann nochmals das, wenn auch langsam, doch stetig voranschreitende Wirtschaftswachstum der Nachkriegszeit verzögert. Erst dank der Solidaritätsbezeugungen der Italiener erlebte die Produktion einen Neuanfang, wobei auch der eiserne Wille und die große Arbeitsmoral der Bevölkerung von Friaul eine entscheidende Rolle spielten.
Die Wirtschaft in Bewegung
Der Dynamik der 70er Jahre folgte der Einbruch im Jahrzehnt nach dem Erdbeben. 1996 jedoch zählte der Produktionsbereich (Dienstleistungen, Handel, Industrie) bereits zirka 1.600 Betriebe mit fast 5.000 Mitarbeitern. Die besondere geographische Lage dieser Gemeinden an den Hauptverkehrsachsen Nord-Süd, Ost-West hat bis in unsere Tage herauf zur Entstehung einer soliden Handwerksund Handelstradition geführt. Dabei konnten immer wieder große Erfolge und Würdigungen, auch auf internationaler Ebene verzeichnet werden. Analysiert man die drei Makrobereiche, so kommt dem handwerklichen Sektor eine vorrangige und führende Rolle zu, während der Handel und die Dienstleistungen sich durch ein sehr kapillares Netz und durch die Präsenz mittelgroßer Betriebe auszeichnen. Der Agrar- und Lebensmittelbereich ist sicherlich am stärksten gewachsen, dank der hervorragenden Qualität seiner Produkte, der hohen Spezialisierung auf grund althergebrachter Handwerkstraditionen, absoluter Zuverlässigkeit bei Hygiene und Dienstleistungen, optimales Preis/ Leistungsverhältnis und nicht zuletzt eine breitgefächerte Präsenz auf den internationalen Märkten. Davon zeugen die über 100 Unternehmen im Park mit zirka tausend Mitarbeitern und 700 in den Nebenbranchen Beschäftigten. Der Großteil der Betriebe ist in der Herstellung von Rohschinken, Rindfleisch, Wurstwaren im allgemeinen, in der Produktion von süssen und salzigen Backwaren tätig, weiter auch in der Käserei, der Fischzucht und der Herstellung von Räucherforellen, Bioprodukten im allgemeinen, sowie von Wein und Bränden. Ungefähr 30 Betriebe gehören dem Konsortium zum Schutz des San Daniele